Herzlich Willkommen bei den akzeptierenden Eltern!

Feierstunde mit Ehrengast Dr. Albrecht Ulmer, Stuttgart

15 Jahre Bundesverbandes der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V.

15 Jahre Elterninitiative für akzeptierende Drogenarbeit u. humane Drogenpolitik Wuppertal

15 Jahre Bundesverband der Eltern und Angehörigen f. akzept. Drogenarbeit e. V.

15 Jahre Elterninitiative für akzept. Drogenarbeit u. humane Drogenpolitik Wuppertal

Feierstunde mit Ehrengast Dr. Albrecht Ulmer, Stuttgart

 

Das 15-jährige Bestehen unserer beiden Organisationen begingen wir Eltern und Angehörige mit Gästen aus dem professionellen Bereich - Café Okay, Gleis 1, Drogenberatungsstelle - und unserem Ehrengast, Herrn Dr. Ulmer, am vergangenen Freitag.

Des Weiteren war aus Ahrensburg angereist unser Vorstandsmitglied des Bundesverbandes, Heike Lindhorst-Schmid, sowie die Vorsitzende unseres Landesverbandes NRW, Hannelore Kneider, aus Köln. Sie sprach einleitende Worte und erinnerte an die Gründung der Organisationen. Im Verlauf des Abends fand die Uraufführung unseres Videoprojektes statt, das die Entwicklung von der Selbsthilfe zur akzeptierenden Elternarbeit zum Inhalt hat und die Arbeit dieser am Beispiel der Wuppertaler Elterninitiative zeigt.             

Der uns zur Verfügung gestellte Raum im Café Okay war liebevoll dekoriert und das ausgesucht edle Buffet aus dem Hause fand reichlich Zuspruch und Komplimente.


Die besondere Würdigung erhielt unsere Jubiläumsfeier durch Herrn Dr. Ulmer aus Stuttgart. Zum Thema „Substitution - verpasste Chancen !?“ stellte er sich den Fragen der Anwesenden und lud zur Diskussion ein.
Seine langjährige Erfahrung und die Ergebnisse in der Behandlung Abhängiger schilderte er eindrucksvoll anhand von Diagrammen, die den Zeitraum von fast 20 ! Jahren umfassten.

Sein Einsatz, seine Bemühungen um jeden einzelnen Patienten, sein Umgang mit ihnen verdienen Hochachtung!

Seine Ausführungen machten uns einmal mehr deutlich, wie richtig unsere Forderung nach Gleichbehandlung aller Patienten - „Normal“-/ Suchtpatienten - ist. Das betrifft zum einen die Medikation, zum andern das vertrauensvolle Arzt-Patientenverhältnis - beides Voraussetzungen für eine Erfolg versprechende Behandlung. Und beides wird nach unseren Erlebnissen all zu oft nicht erfüllt. Die Substitution ist nach wie vor eine Erhaltungstherapie, die sehr lange, mitunter ein Leben lang angewendet werden kann/muss; die in einem vertraulichem Rahmen immer wieder besprochen und/oder verändert werden will – eben genau so wie die Medikamentengabe bei anderen chronischen Erkrankungen auch.


Dr. Ulmers Ausführungen folgten wir fast ein wenig euphorisch; die von den meisten erlebte Realität aber ließ den Abstand zu seiner vorbildlichen Behandlung wieder größer werden und holte uns auf den Boden unserer Erfahrungen zurück (Ausnahmen bestätigen die Regel!). Allzu häufig empfinden und erfahren wir einseitige Sichtweisen, Nicht-Information und Ausrichtung nach Gewinn als maßgeblich in der Behandlung Drogenabhängiger. Und die heutige Gesetzgebung setzt obendrein auch den nach besten Absichten handelnden Ärzten enge und starre Grenzen. Für uns wieder einmal mehr Grund nicht nachzulassen, uns einzubringen und einzumischen.  

Qualität (= Humanität, Wissen, Einsatzbereitschaft) ist die Voraussetzung !!
für eine hoffnungsvolle Behandlung unserer Kinder.

HERZLICHEN DANK an alle Beteiligten für diesen gelungenen Abend!

Heidrun Behle